Dreizehnte Etappe


Freitag, den 07.09.2012


Dankbarkeit für die Fülle

An alle Menschen, die mich auf meiner Wanderung direkt oder auch im Stillen unterstützt haben.

„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt dann das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“ (Dietrich Bonhoeffer)

Meinen Dank möchte ich hier mit Ihnen teilen. Denn rückblickend habe ich in einem stillen Moment am sonnigen Sandstrand von Travemünde mir bewusst gemacht, wieviele Menschen während der 91 Tage täglich zum Gelingen und zum Erfolg des Projektes beigetragen haben. Danken möchte ich für:

Meine Familie, indem sie mich hat „gehen lassen“ und den Alltag zuhause ohne Mutter gestaltet hat, sodass ich mit meiner Konzentration und Aufmerksamkeit ganz bei der Wanderung sein konnte;

meine Mitorganisatoren Harald Riese, Maria Westerveld-Riese und Barbara Bürger, indem sie das Projekt so gestaltet haben, dass eine große Zahl von Menschen teilnehmen konnte und indem sie die organisatorischen Aufgaben vor und während der Wanderung übernommen haben;

mein Freund und Kollege Olaf Hartke, der die gesamten 13 Wochen abwechselnd von seinem Büro oder direkt beim „mitwandeln“ mitgewirkt, mich moralisch unterstützt und viele Fotos für die Website gemacht hat;

meine Freunde, die mich in Gesprächen und Diskussionen bestärkt haben, das Projekt zu beginnen;

meine Chefin Sandra Berger, indem sie mich freigestellt hat und mich zu meinem Vorhaben ermuntert hat;

meine Kollegen, die meine Abwesenheit während der drei Monate getragen haben; die Menschen, die uns auf so liebevolle und gastfreundschaftliche Weise Unterkunft in Gemeindehäusern, Dorfgemeinschaftshäusern und Kirchen gewährt und uns mit Speisen versorgt haben;

die Mitwanderer, indem sie mit Freude, Anteilnahme und Hilfsbereitschaft während der Wanderung mitgewirkt haben und mit ihren vielen Danksagungen auch über Briefe, Mails und SMS den Sinn meines Wirkens bestätigt haben;

die vielen „Retter in der Not“, die uns geführt, gefahren, informiert, beschenkt, verköstigt und uns immer wieder geholfen haben (Z.B. Pfarrer Kai Schäfer aus Schlutup, der uns als Fährmann mit seinem Segelboot über die Trave geschippert hat);

die Einwohner der ehemaligen Grenzorte, die uns mit ihren Erzählungen und Erinnerungen berührt haben;

die Teilnehmer der Vorträge, Workshops und Seminare, die sich für das Projekt und die Gewaltfreie Kommunikation interessiert haben;

die Trainerkollegen, die mitwanderten und beigetragen haben, das Thema Gewaltfreie Kommunikation unterwegs zu vermitteln und zu „leben“;

die Menschen im Hintergrund, die Drucksachen, Buchführung und Marketing übernommen haben;

die Menschen, die still und leise Geld für das Kinder- und Jugendheim Ranis oder uns Lebensmittel und Ausrüstung gespendet haben;

die Reporter, die uns unterwegs besucht und über uns berichtet haben; die Menschen, die Anteil genommen haben über die Berichterstattung in den Medien und über das Tagebuch auf meiner Website mir über ihre Rückmeldungen Bestätigung und Anerkennung gegeben haben;

die Menschen, die zur Abschlussfeier an den Strand von Rosenhagen gekommen sind und mit uns Speisen vorbereitet, Sachen an den Strand geschleppt und mit uns gesungen und gefeiert haben;

die MusikerInnen Martina von Hövel, Julia Hansen, Malte Hansen und Frithjof Mätzold, die ihre Musikinstrumente mit an den Strand brachten und mit ihrer Musik zum Tanzen und Singen einluden.

Auch während ich diese Zeilen niederschreibe spüre ich, wie sicher ich an jedem Tag meiner Wanderung getragen wurde von der Unterstützung und Hilfsbereitschaft so vieler Menschen. Es macht mein Herz weiter und offen und gleichzeitig schmerzt es in mir. Ihr habt damit beigetragen, dass sich eine Vielzahl meiner Bedürfnisse erfüllt hat. Allen voran meine Bedürfnisse nach Träume leben, Vertrauen, Gemeinschaft, Liebe, Unterstützung, Sinnhaftigkeit, Wirksamkeit, Dankbarkeit, Freude, Leichtigkeit, Spiel, Spass, Feiern, Lachen, Schönheit, Nähe, Verbindung, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Zuversicht, Effizienz, Wertschätzung, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme, Schutz, Nahrung, Unterkunft, Spiritualität, Harmonie, Ordnung und inneren Frieden…

Allen, die beigetragen oder das Projekt mit guten Gedanken begleitet haben, gilt meine tief empfundene Dankbarkeit. Ihr Lieben, ohne Euch hätte die Wanderung in dieser Form nicht stattfinden können.

HABT DANK!

Und nun noch ein paar Bilder vom Abschlusstag und der wunderbaren Abschlussfeier am Strand von Travemünde.


Samstag, den 08.09.2012

Abschlusstag

Abschlussfeier


Der Tag danach war noch wunderschön und hat mich gleichfalls bereichert. Gerade die Kontakte und die intensiven Gespräche haben mich getragen und mir Halt in meinem Abschiedsschmerz gegeben. Und nach langem Aufräumen und Säuberungsaktionen, bei denen Olaf, Julia und Malte wie selbstverständlich mitangepackt haben, konnten wir noch den restlichen warmen Nachmittag am Strand genießen.


Zuletzt geändert am 27.09.2012 14:04 Uhr