Fünfte Etappe


Kinderwoche vom 08.07.-15.07.2012

Michelle wird von den Erziehern aus dem Kinder- und Jugendheim Ranis nach Vacha gebracht - dem Startpunkt der Etappe dieser Wanderwoche.

Während die anderen drei Kinder noch schlafen, ist Michelle mit Harald um 5 Uhr aufgestanden und hat geholfen den Brei für das Frühstück zuzubereiten.

Nach dem Brei, den wir in Stille essen, werden die Brote für den Tag geschmiert.

Unser Frühstück ist vielfältig, insbesondere durch das Obst und Gemüse.

Das heißt auch jeden Morgen Kisten ins Auto tragen.

Michelle ist stolz, dass sie mitwandern kann. Ich freue mich, dass sie mich begleitet. Ihre Begeisterung und Freude auch bei anstrengenden Streckenabschnitten, steckt einfach an. Danke Dir dafür, Michelle.

Lisa, der Australian Shephert begeistert alle Kinder. Besonders stolz ist ein jedes Kind, wenn es Lisa an der Leine führen kann.

Im Rahmen eines Dorffestes lernen die Kinder, wie vor 100 Jahren Wäsche gewaschen wurde und können dies gleich ausprobieren.

Unterwegs auf dem zugewachsenen Kolonnenweg.

Unser Tageswandergast Andreas hatte für die Rückkehr in seinen Heimatort ein Fahrrad dabei. Zur Freude der Kinder. Die Kaliberge im Werratal sind von vielen Stellen des Kolonnenweges zu sehen und begleiten uns fast die ganze Woche.

Weitere "Räder" erwiesen sich nach Erprobung als Transportmittel ungeeignet.

Den Kindern sind ihre Gefühle und Bedürfnisse sehr präsent. Sie neigen zur "Spontanpause" und sind kreativ bei der Pausenplatzauswahl. "Wenn ich jetzt erschöpft bin, brauche ich doch auch jetzt eine Pause, oder?" Eine weitere Gelegenheit, das Thema "Bedürfnisaufschub" zu verdeutlichen und zu trainieren.

Die Flöte ist echt; die Trommel improvisiert. Die offiziellen Pausen laden zu Spiel, Spaß und Unterhaltung ein.

Auch zur Entspannung und zu Ruhe.

Lisa ist immer wieder anziehend für die Kinder. Wir staunen über die Ausdauer der Kinder und des Hundes.

Sobald wir die Unterkunft erreichen, wird gespielt und herumgetollt.

Übung im Synchronschaukeln. Sofort olympiaverdächtige Perfektion.

Selbst nach Tagesetappen von 8 bis 18 Kilometern zieht es die Kinder hoch hinaus und sie zeigen ihre Energiereserven.

Schnecken in allen Variationen kreuzen den Weg und laden zur "Schneckenkunde" ein.

Der Kolonnenweg liegt häufig viele Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. Hasen, Rehe und Eichhörnchen werden uns schon langweilig. Fotografiert werden nur noch die selteneren Tiere, wie dieser Storch. Ein ebenfalls gesichteter Schwarzstorch und ein Fuchs waren zu schüchtern für die Kamera.

Dieser Rotmilan (?) wiederum leistete uns lange Gesellschaft. (Falls es ein anderes Tier ist - wie hieß es bei der Fernsehserie "Aktenzeichen XY-ungelöst" früher immer: Wir bitten die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise.)

Das Zusammentreffen von Kolonnenweg, Werra und Kindern lädt zu langen Pausen ein.

Unbeschwerte Freude bei allen Teilnehmern.

Ratlosigkeit ist noch kein Grund zur Sorge, lernen wir von den Kindern. Sie bleiben unbeschwert, auch wenn der Kolonnenweg mal wieder mitten im Kornfeld endet.

Das vielbesungene Bett finden wir in diesem Kornfeld nicht. Doch es bestätigt sich die Erkenntnis, dass dort, wo ein Wille ist, auch ein Weg ist.

Ein typischer Kolonnenwegabschnitt durch den Wald.

Jägerhochsitze haben eine anhaltend hohe Attraktivität. Sie werden immer wieder erklommen.

Überhaupt wird irgendwie alles erklimmbare erklommen.

Das Riesenkornfeld ist durchquert und wir machen Rast. Mit Petra und Kai-Uwe - den Wandergästen, die ein kleines Zeitfenster nutzten und extra aus Heidelberg angereist sind, um uns einen Wandertag lang zu begleiten.

Und wenn die Kleinen nicht mehr können, springen die Großen ein und helfen.

Und das gibt es auch: Hier erreichen wir mal nass und erschöpft die nächste Unterkunft. Gemeindehaus und Kirche in Herleshausen sind in einem malerischen Burghof eingebettet. Die Atmosphäre stimmt uns nach der Ankunft schnell wieder fröhlich.

Durch ein gleichwertiges und gleichberechtigtes Miteinander erleben die Kinder, wie sich eine Gemeinschaft gestalten lässt, die die Bedürfnisse aller Beteiligten respektiert.

Während die Großen nebenan den Weg planen, hören die Kleinen Abendgeschichten und träumen in die Zukunft. Hier im Aufstelldach von Erikas Camping-Bulli ist ein geeigneter Ort dafür.

Unsere Gepäck-Ecke nach der Ankunft.

Erschöpft und glücklich.

Zuletzt geändert am 17.07.2012 23:39 Uhr