Neunte Etappe


Dienstag, den 07.08.2012

Die Woche steht unter dem Motto: Stille. Zu sich finden, sich innerlich sammeln, in sich hören. Neben Kommunikation mit anderen rückt jetzt die Kommunikation mit sich und der Natur im Vordergrund. Die Gehmeditation unter dem wohl ältesten Gingkobaum Deutschlands hat meine Sinne geöffnet und mich eingeladen die Aufmerksamkeit auf die Berührungen mit der Erde zu richten. Besonders berührt hat mich, wie die Teilnehmer sich auf die Erfahrung eingelassen haben. Jeder fand seinen eigenen Weg und seine eigene Geschwindigkeit. Fast schon zärtlich die Gräser berührend und sich zurück „küssen“ (Heike) lassend. Von Harbke starten wir in Stille in Richtung Weferlingen. Jeder kann so lange schweigsam wandern, wie es angenehm ist. Mit der Zeit kommen die Gespräche in Gang. Was ich in mir bemerke ist, dass meine Gedanken um die Organisation zur Ruhe kommen. Die Wahrnehmung hat sich für mich verändert. Ich kann wieder mit mehr Freude und Genuss die Landschaft in mich aufnehmen.

Ein besonderes Erlebnis war der Ausflug in den Schnee. nein doch nicht, eher in die Wüste. Nee stimmt auch nicht. Mondreise? Oder doch eher ein Strandbesuch?

Ach egal. Es ist einfach wunderbar. Gemeinsam etwas Verbotenes tun. In den Tagebau hinunter gehen. Wie kleine wilde Kinder im Sand tollen und toben, um dann anschließend in das erfrischende Nass zu tauchen.

Meine Hochstimmung hält an und ich bin mit solcher Freude dabei. Ich habe den Eindruck, dass alles in der Gruppe da sein darf. Die Freude, das Albern sein, Krankheit, das Zurückgezogen sein, Unmut, auch Tränen und Trauer. Die Gruppe trägt.

Zuletzt geändert am 07.08.2012 22:53 Uhr