Über mich

Anja Palitza

  • M.A. für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Sport
  • Familienberaterin (DGSF)
  • Kommunikationstrainerin

Arbeitsfelder

  • Systemische Familienberaterin im Kinder und Jugendheim Ranis
  • Freiberufliche Arbeit als Familienberaterin und Kommunikationstrainerin
  • Ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleiterin im Hospiz Jena
  • Buchautorin

Buchbestellung über Junfermann

Wie bin ich zur Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg gekommen?

Die Gewaltfreie Kommunikation begleitet mich seit über sechs Jahren. Begonnen habe ich mit einem Buch, welches als Voraussetzung empfohlen wurde, um in einer Übungsgruppe mitzuwirken. Die Faszination die diese Thematik ausgelöst hat, ist seit dem ungebrochen. In zahlreiche Gespräche und Begegnungen fließt sie mit ein und bereichert diese.
Im Jahr 2009 ist dann ein großer Wunsch von mir in Erfüllung gegangen. Ich habe an einem Intensivseminar mit Marshall B. Rosenberg teilgenommen. Dort habe ich erlebt, wie groß seine Herzenswärme für die Menschen ist und wie groß seine Sehnsucht, die Welt zu einem friedlichen Ort für alle Nationen zu machen. Seine Liebe für die Menschen und sein Engagement für den Erhalt der Mitmenschlichkeit haben mich tief berührt.
Auch ich erlebe tagtäglich, ob auf Arbeit im Kinder- und Jugendheim, in meinen Seminaren oder im privaten Umfeld: „Wenn Menschen es gelingt sich einfühlsam mit sich und dem Gegenüber zu verbinden, dann verwandeln sich Streit, Aggressivität, Wut oder Ärger in ein wertschätzendes Miteinander. Aufeinander zugehen ist wieder möglich, selbst nach langjährigen und tiefen Verletzungen.“. Aus diesem Erleben ziehe ich meine Kraft und Zuversicht. Und so teile ich mit Freude mein Wissen über die Gewaltfreie Kommunikation mit anderen Menschen, so dass auch sie dies als Bereicherung in ihrem Leben erfahren können.

Wie entstand meine Projektidee?

Aus der Vergangenheit geplaudert :

Ost- und Westdeutschland trennte viele Jahre eine Mauer. Ich selber bin in Ostdeutschland aufgewachsen. Ich habe noch in Erinnerung, wie der „Westen“ schlecht gemacht wurde und die sogenannten „Kapitalisten“ als „böse“ Menschen verdammt wurden. Es waren zahlreiche Schauergeschichten im Umlauf. Trotzdem hatte ich als Kind – neben einer Angst vor den Westdeutschen – auch eine gewisse Neugier entwickelt. Diese ist ausgelöst worden durch die Begegnungen mit der Familie meiner Tante, die uns regelmäßig einmal im Jahr besucht hatte und mit ihrer mitfühlenden Art so gar nicht in das Bild der „Westdeutschen“ passen wollte. Nach dem die Mauer 1989 gefallen ist, gab es viele Tränen der Freude über die erlebte Wiedervereinigung zwischen Ost- und Westdeutschland. Da war ich 15 Jahre alt. Das erste Mal in meinem Leben war ich übermannt von so viel Glück und Zuversicht. Ich sah im Fernsehen Menschen, die sich in die Arme fielen und weinten. Und dann begegnete mir selber bei der ersten Einreise in die damalige BRD eine besondere Form der Achtsamkeit und Unterstützung von mir fremden Menschen. Ich war tief beeindruckt und verband eine riesige Hoffnung, dass wir Menschen nun immer zu unser aller Wohl beitragen werden. Die Zeiten nach der Wende, waren dann ganz anders als ich sie mir in meiner Phantasie ausgemalt hatte. Ich machte die Anderen dafür verantwortlich, was mit mir und meinen Gefühlen geschah. Was blieb war die Sehnsucht.

Beginn der Projektidee

Mit dem Kennenlernen der GfK trat diese Sehnsucht erneut deutlich zu Tage. Ich erlebte mit der Anwendung der Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation, dass es einen Weg zu Verständigung und Frieden gibt. Und jeder von uns kann diesen Weg gehen. Er beginnt bei uns Selbst.
Ein Vortrag beim Internationalen Intensivtraining 2009 von Marshall Rosenberg hat mich wiederholt tief berührt. Seine unermüdlichen Bemühungen, den Menschen auch in Kriegsgebieten einen friedlichen Weg aufzuzeigen, wurden sehr deutlich. Mein Wunsch hat sich dadurch verstärkt. Ich wollte beitragen zu einer friedlichen Welt und zu einem wertschätzenden Miteinander zwischen Menschen.
Nun war es nur noch ein Weg der Zeit. Ein Freund, mit dem ich gemeinsam Seminare gestalte, hatte die Idee die ehemalige innerdeutsche Grenze abzulaufen. Es war wie eine Initialzündung. Das ist eine Möglichkeit, das Thema Verständigung und Frieden ins Gespräch zu bringen. Hierüber kann die Gewaltfreie Kommuniaktion noch mehr in das Licht der Öffentlichkeit rücken. Dazu will ich beitragen. Mit der Vision im Herzen, dass sich immer mehr Menschen mit wertschätzender Haltung begegnen und mit dieser gelebten Haltung einen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten. Im Juni 2012 habe ich in Begleitung zahlreicher Menschen das Projekt „Mit-einander-wandeln“ durchgeführt. Wir sind drei Monate entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze 1400km von Hof in Bayern nach Travemünde an der Ostsee gewandert und haben unterwegs durch Vorträge und Seminare auf das Thema Gewaltfreie Kommunikation und Kinder aufmerksam gemacht. Zahlreiche Spenden sind dabei zusammengetragen wurden und konnten in Höhe von 3150,00 € dem Kinder- und Jugendheim in Ranis zugeführt werden.

Nach meinem Projekt ist vor meinem Projekt. Und so folge ich weiterhin meiner Sehnsucht, die Welt für unsere Kinder friedvoller zu machen.

Heute

Als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation bin ich seit Ende 2004 unterwegs. Nach einer interessanten Vertretungszeit als stellvertretende Leiterin eines Kinder- und Jugendheimes mit 45 Kindern bin ich in meine Position als Familienberaterin zurückkehrt und arbeite zu dem auch freiberuflich als Beraterin für Einzelne, Paare und Familien. Gleichzeitig bin ich Mutter zweier fußballbegeisterter Söhne, Etienne und Benedikt. Gelernt habe ich bei Marshall Rosenberg, Klaus Karstädt, Frederike Kahlau, Gundi und Frank Gaschler, Robert Gonzales und Liv Larsson. Mein Wissen vertieft habe ich u.a. als Assistenz u.a. bei Esther Gerdts, Sabine Fiedel, Simran Wester und Roland Eggert. Gemeinsam mit anderen Trainern, vertrete ich das Zentrum für Gewaltfreie Kommunikation Thüringen e.V. in Erfurt. Seit 2010 führe ich überwiegend Seminare zum Thema Gewaltfreie Kommunikation mit Olaf Hartke im Trainerteam durch. Mit unseren Seminaren konnten wir in zahlreichen klein- und mittelständischen Unternehmen, in Kitas, im Kinderheim Ranis und bei der Deutschen Bahn Veränderungen bewirken. Mit der Veröffentlichung unseres gemeinsames Buches "Heute gewaltfrei" haben wir einen weiteren Beitrag zur Verbreitung der Gewaltfreien Kommunikation geschaffen.

Herzliche Grüße Anja Palitza

Zuletzt geändert am 08.06.2017 19:34 Uhr